Lehrveranstaltungstypen

Im Bachelorstudium sind "klassische" Lehrveranstaltungen (Vorlesungen mit Übungen, Seminare und Kolloquien) der zentrale Kanal für die Wissensvermittlung. Die Art und Anzahl von zu belegenden Modulen ist weitgehend festgelegt; die Studienfreiheit ist eng begrenzt. Alle Lehrveranstaltungen sind leistungsgeprüft (in der Regel durch Übungen und Klausuren).

Im Masterstudium sind zusätzlich zu "klassischen" Lehrveranstaltungen vor allem selbständig zu leistende Qualifikationsarbeiten ohne Veranstaltung, der Besuch von Sommerschulen und das Selbststudium von grosser Bedeutung. Die Art der zu belegenden Module ist weitgehend dem Studierenden überlassen; die Studienfreiheit ist sehr gross. Aber auch hier sind alle Module leistungsgeprüft (aber kaum mehr durch Klausuren, sondern durch schriftliche Arbeiten, Referate etc.).

Vorlesungen

Vorlesungen sind nach wie vor die wichtigste Art von Lehrveranstaltung im Studium. Im Bachelorstudium werden alle Vorlesungen durch (obligatorisch zu besuchende) Übungsstunden begleitet, im Masterstudium in der Regel nicht.

Der Leistungsnachweis wird im Bachelorstudium in der Regel durch eine Klausur, meist in Kombination mit der Lösung von Übungsaufgaben, erbracht.

Alle Vorlesungen werden unterstützt durch das Lern-Management-System OLAT. Unter OLAT werden Skripte und andere Unterlagen zur Vorlesung verfügbar gemacht und Diskussionsforen unterhalten.

Übungen

Die meisten Vorlesungen im Bachelor-Studium umfassen auch Übungen. Meist findet eine kombinierte Leistungsüberprüfunge von Vorlesung und Übung statt.

Seminare

In Seminaren soll das selbständige Bearbeiten einer wissenschaftlichen Problemstellung,  das Verfassen einer entsprechenden Arbeit, das mündliche Präsentieren der Ergebnisse, das "Verteidigen" dieser Ergebnisse in der Diskussion  und das Beurteilen von Präsentationen anderer Seminarteilnehmer erlernt und eingeübt werden. Deshalb ist es auch nicht möglich, Seminarbesuche zu ersetzen durch den Besuch von anderen Typen von Veranstaltungen (z.B. Vorlesungen, Kursen, Übungen, Hausarbeiten usw.).

Das Modul für eine allenfalls zu verfassende Seminararbeit muss separat gebucht werden. Das Seminararbeit-Modul findet man im Vorlesungsverzeichnis unter dem Titel: Qualifikationsarbeit ohne Verantsaltung zu Seminar: Titel des Seminars (Bachelor-Modul) bzw. Qualifikationsarbeit ohne Verantsaltung zu Forschungsseminar: Titel des Seminars (Master-Modul).

Bachelorarbeit

Dieses Modul umfasst eine selbständig abzufassende schriftliche Arbeit zu einem Thema, das mit einer Person aus dem Kreis der Professoren, Privatdozierenden oder Mitarbeitern des Instituts für Computerlinguistik zu vereinbaren ist. Es sind sowohl theoretisch ausgerichtete Arbeiten wie auch programmiertechnische Arbeiten möglich.
Die Bachelorarbeit zählt 15 Kreditpunkte und wird benotet. Vor der Buchung des Moduls ist mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer der Arbeit das Thema zu vereinbaren. 

Bitte beachten Sie die Informationen und Fristen der Fakultät! Die Arbiet muss bis spätestens  am 1. Dezember im HS bzw. am 1. Juni im FS bei Ihrer Betreuungsperson abgegeben werden. Können Sie die Abgabefrist für Ihre Bachelorarbeit nicht einhalten, gilt das Modul als «nicht bestanden» (Fehlversuch).

Informationen über die Gestaltung der Bachelorarbeit befinden sich unter Leistungsnachweis Bachelorarbeit

Praktikum intern

Wir bieten zwei Arten des internen Praktikums an:

  1. Übungsleitung: Leiten einer vorlesungsbegleitenden Übung, inkl. Vorbereiten der Übungsaufgaben und Musterlösungen, Korrektur/Bewertung und Diskussion von Lösungen und ggf. (bei grossem Andrang) Anleitung von zugeteilten Tutoren. Der Leistungsausweis (1-6 Punkte) wird auf der Basis der erstellten und korrigierten Aufgaben erteilt. Offene Tutoratsstellen werden in der Regel über die CL-Mailingliste ausgeschrieben.
  2. E-Learning-Modul: Selbständiges Erstellen eines E-Learing-Moduls im Rahmen unseres CLab in enger Absprache mit einem Dozenten und/oder Assistenten des Instituts für Computerlinguistik. Der Leistungsausweis (1-6 Punkte) wird auf der Basis der implementierten E-Learning-Einheit erteilt. Simon Clematide ist die Anlaufstelle für Interessierte.

Qualifikationsarbeit ohne Veranstaltung: Programmierprojekt/Hausarbeit

Wir bieten ebenfalls zwei Arten von Qualifikationsarbeit ohne Veranstaltung an:

  1. Programmierprojekt: Eine grössere Implementation wird in enger Absprache mit einem Dozenten und/oder Assistenten des Instituts für Computerlinguistik, aber in selbständiger Arbeit, erstellt, schriftlich dokumentiert und in einem kurzen Referat vor institutsinternem Publikum vorgestellt. Der Leistungsausweis (3-6 Punkte) wird auf der Basis der Implementation und der Dokumentation erteilt.
    Offene Themen, Bedingungen und Ablauf finden Sie unter Leistungsnachweise für Programmierprojekte
  2. Hausarbeit: In Ausnahmefällen kann eine Hausarbeit zu einem in enger Absprache mit einem Dozenten und/oder Assistenten des Instituts für Computerlinguistik gewählten Thema  geschrieben werden. Der Leistungsausweis (3-6 Punkte) wird auf der Basis der schrifltichen Ausarbeitung erteilt. Die schriftliche Ausarbeitung muss in Qualität und Quantiität einer sehr guten Seminararbeit entsprechen.

Simon Clematide und Manfred Klenner sind die Anlaufstelle für Interessierte und beantworten gerne Fragen zum Thema 'Programmierprojekte'.

Kolloquien

Das Kolloquium in Computerlinguistik findet in der Regel jedes Semester statt. In ihm stellen Mitarbeiter des Instituts und Studierende laufende Projekte vor, berichten von Kongressbesuchen oder diskutieren zukünftige Forschungsarbeiten.

Doktoranden sollen das Kolloquium jedes Semester belegen, wenn es angeboten wird. Die weiteren Mitarbeiter des Instituts sind freundlich eingeladen, ebenfalls teilzunehmen. Andere Interessenten (z.B. aus dem Institut für Informatik) sind sehr willkommen.

Praktikum extern

Externe Praktika sind in der Regel Aufenthalte in Firmen oder öffentlichen Organisationen, welche auf dem Gebiet der Sprachtechnologie tätig sind. Die Praktika müssen fachbezogen sein und müssen selber organisiert werden. Damit sie angerechnet werden können, bedarf es der Bewilligung eines vorgängigen Gesuchs durch den Prüfungsdelegierten. Ein externes Praktikum dauert in der Regel ein Semester. Der Prüfungsdelegierte legt den Umfang der anzurechnenden Kreditpunkte fest (1-6 Punkte). Der Leistungsnachweis von externen Praktika erfolgt durch einen schriftlichen Bericht zuhanden des Prüfungsdelegierten, der den Bericht auch anerkennt oder zurückweist.

Sommerschulen

In beschränktem Ausmass können auch an Sommerschulen und ähnlichen Anlässen in einem relevanten Bereich (Computerlinguisitk, Sprachtechnologie, Linguistik, Logik etc.) erworbene Kreditpunkte anerkannt werden.

Der Besuch der Sommerschule muss vorgängig vom Studienberater bewilligt worden sein, wenn man sich Kreditpunkte anrechnen lassen will. Dabei wird auch festgelegt,  wie der Nachweis der erbrachten Leistung erbracht werden soll.

Beispiele für Sommerschulen, deren Besuch sich in diesem Zusammenhang lohnen würde:

  • European Summer School in Logic Language and Information (ESSLLI)
  • North American Summer School in Logic, Language, and Information (NASSLLI)
  • Linguistic Institute
  • Linguistic Summer School
  • International Summer School in Forensic Linguistic Analysis
  • ELSNET European Summer School on Language and Speech Communication
  • Summer School in Computational Linguistics and Psycholinguistics